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Dom zu Fritzlar --- Beitrag: Herr Anton Pristl

Dombibliothek

Am 01. Mai 2012 wurde unsere Dombibliothek wieder für Besucher geöffnet.

Hier ein paar Eindrücke:

Führungen sind zu den unten angegebenen Öffnungszeiten (außer montags) nach vorheriger Anmeldung möglich.

Preise für Führungen auf Anfrage.

Bitte vereinbaren Sie einen Termin mit Domküsterin Schwester Zyta unter Mobil: 0178 62 14 721 oder direkt über das Pfarrbüro unter Tel.: 05622 99 99-0. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Der Eintrittspreis für die Dombibliothek ist im Eintrittspreis für das Dommuseum enthalten.

Öffnungszeiten der Dombibliothek im Sommerhalbjahr

Die Dombibliothek ist im Winterhalbjahr geschlossen, d.h. immer vom 01.11. eines Jahres bis zum 30.04. des Folgejahres.

Tag der Woche Vormittags Nachmittags (Öffnung wieder, wenn genügend Domdamen- und -herren verfügbar sind)
Montag geschlossen geschlossen
Dienstag 10:00-12:00 Uhr geschlossen
Mittwoch 10:00-12:00 Uhr geschlossen
Donnerstag 10:00-12:00 Uhr geschlossen
Freitag 10:00-12:00 Uhr geschlossen
Samstag geschlossen geschlossen
Sonn- und Feiertag geschlossen geschlossen

Die Bestände der Dombibliothek dokumentieren die reiche Fülle geistigen Lebens in einer Stadt, auf Gebieten der Kirche und der Theologie, des Rechts, der Gesundheitspflege wie der Naturwissenschaft, der Dichtung, der Verwaltung und des bürgerlichen Lebens. Es handelt sich um einen am Ort des Ursprungs gewachsenen Bestand. Was in der Dombibliothek gezeigt wird, ist in Fritzlar entstanden, in Fritzlar benutzt, oder von Fritzlar ausgegangen. Im mittleren und nördlichen Deutschland ist es sicher außergewöhnlich, dass eine so große Zahl von Zeugnissen mittelalterlicher Überlieferungen dokumentiert werden kann. Es ist selten, dass eine Ausstellung solcher Dokumente in ihrer alten Umgebung gezeigt werden kann. Die Schriftzeugnisse reichen in ununterbrochener Folge vom 8. bis in die Zeit des 15. und 16. Jahrhunderts, in der das handgeschriebene Buch durch das gedruckte abgelöst wurde. Auch aus der nachfolgenden Zeit gibt es Zeugnisse der Betreuung, Benutzung und der Vermehrung der Bestände.

Neben umfangreicher Akten- und Urkundenbeständen, die bis ins Mittelalter zurückreichen, setzt sich der alte Buchbestand der heutigen Dombibliothek aus drei historischen Beständen zusammen: der Bibliothek der Stiftsherren des St. Petri-Stifts, der Parochialbibliothek, also der Buchsammlung der Pfarrer der St. Petrikirche, die eine höchst ansehnliche Büchersammlung zusammenbrachten, und aus dem Bestand des 1811 unter König Jérome von Westfalen aufgelösten Franziskanerklosters, der eine größere Anzahl von Wiegendrucken enthält, die schon vor der Auflösung des Klosters im Jahr 1527 (Wiedererrichtung 1628) in Fritzlar gewesen sein dürften.

Den größten Umfang hatte der Bücherbestand des St. Petristifts. Ein entdecktes Verzeichnis aus dem Jahre 1774 führte noch 203 Titel von mittelalterlichen Handschriften auf, die bei der Säkularisierung des Stifts im Jahr 1804 in die damals kurfürstliche Bibliothek nach Kassel gelangten. Heute befinden sich nach derzeitigen Stand mehr als 200 Handschriften und mehr als 50 Wiegendrucke sowie eine große Anzahl von Handschriftenfragmenten (Teile von ehemaligen Pergamenthandschriften, die als Bucheinbände, Aktenumschläge oder zu anderen Ausbesserungsarbeiten verwandt wurden) im Bestand der Dombibliothek. Jeder kleine, noch auffindbarer Rest gibt Kunde von dem ehemals vollständig erhaltenen Schriftwerken und darf deshalb in die Betrachtung und Beurteilung der geistigen Geschichte in Fritzlar einbezogen werden. Neben theologischen Werken finden sich juristische Kodizes, medizinische, naturwissenschaftliche, philosophische und sprachkundliche Werke im Bestand. Anhand einiger Handschriften lässt sich nachweisen, das die Kunst des Bucheinbandes in Fritzlar gepflegt wurde (Bucheinbände des Fritzlarer „Meisters mit den drei Heftahlen“ im 15. Jh. mit dessen Meisterzeichen auf den Einbanddeckel).

Die Ursprünge der Bibliothek lassen sich nicht mehr genau rekonstruieren. Bonifatius gründete 724 ein Benediktinerkloster, aus dem die erste hessische Klosterschule hervorging. Wahrscheinlich besaß die Gemeinschaft von Anfang an Bücher. Nachweisbar ist, dass sich im 9. Jh. zumindest eine Vulgata und ein Priscian im Besitz der Kirche befanden. Den Zerstörungen und Plünderungen Fritzlars 1079 und 1232 sind die Bücherschätze nicht vollständig zum Opfer gefallen. Erhalten blieb aus dem 11. Jh. ein eindruckvolles Missale. Erwähnt wird 1387 eine Kettenbibliothek, und noch heute ist an einigen Bänden festzustellen, dass sie „catenati“ waren. Die Vermehrung der Buchbestände erfolgte durch Eigenherstellung, durch Kauf oder Nachlass, wie z. B. 1457, als die Privatbibliothek des Stiftsherrn Martin von Geismar einverleibt wurde. Verluste erlitt der Bestand 1724 durch Erzbischof Franz von Schönborn (Bestände heute in Pommersfelden) und 1803 durch die Säkularisierung (Bestände heute in Kassel) sowie durch unsachgemäße Behandlung und den teilweise schlechten Bauzustand der Stiftsgebäude im 17. und 18. Jh.

Im Jahre 1928 wurde nach einen kleinen Brand eine Neuaufstellung der Bibliothek notwendig; im Rahmen der bis damaligen Revision erstellte der Regierungsrat Dr. Ludwig Florian einen handschriftlichen Katalog (1936). Während des II. Weltkrieges wurden Teile der Bibliothek ausgelagert. Seit 1945 befinden sich die Bestände der Bibliothek wieder in den Räumen über dem Kreuzgang.

Seit Anfang September 2011 ist halbtags wieder eine angestellte Archivarin in der Dombibliothek tätig und durch die Mitarbeit zweier Bürgerarbeiter seit dem 01.02. und 01.04.2012 ist es möglich, die Räume der Dombibliothek der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen.

Quellen:
• Florian, Ludwig: Katalog der Dombibliothek zu Fritzlar, Fritzlar/Oppeln 1936 (hschr.)
• Thiele, Karl-J.: Die Wiegendrucke der Stifts-Bibliothek Fritzlar, Fritzlar 1935 (hschr.)
• Demandt, Karl E.: Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Fritzlar im Mittelalter, Marburg 1939

  (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck XII, 3; u. a. zu

  Personen und Einrichtung des Stifts)
• Drach, C. Alhard von: Die Bau- und Kunstdenkmäler im Regierungsbezirk Cassel, DB II, Kreis

  Fritzlar, Marburg 1909, S. 95 –99, Tafel 132 – 137 – enthält Abschnitt über geschriebene und

  gedruckte Bücher)
• Niederquell, Theodor: Aus dem Briefwechsel Stephan Alexander Würdtweins.
  In: Archiv für Hessische Geschichte und Altertumskunde N. F. 76 (2969/70) Heft 3/4 , S. 246 – 273
• Denecke, Ludwig: Bibliotheken im mittelalterlichen Fritzlar. In: Fritzlar im Mittelalter.
  Festschrift zur 1250-Jahrfeier, hrsg. vom Magistrat der Stadt Fritzlar, Fritzlar 1974, S. 222-241
• Denecke, Ludwig: Bücher und Menschen im alten Fritzlar. In: St. Peter Fritzlar, Bilder aus seiner

  1259jährigen Geschichte, hrsg. von der Katholischen Kirchengemeinde Fritzlar, Fulda 1974, S.

   118-126
• Demandt, Karl E.: Das Chorherrenstift St. Peter zu Fritzlar. Quellen und Studien zu seiner

  mittelalterlichen Gestalt und Geschichte. Marburg 1985 (Veröffentlichungen der Historischen

  Kommission für Hessen 49)

 

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