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Gemeindeleben 2015 --- Text Kaplan Jürgen Kämpf

Tage der Barmherzigkeit - Pfingstmontag - 25. Mai 2015

Am Pfingstmontag war es soweit. Um 18 Uhr wurde das Bild des barmherzigen Jesus vor der Basilika in Empfang genommen.

Unter großer Beteiligung wurden das Bild und die Reliquien der hll. Sr. Faustyna, Johannes Pauls II. und des Sel. P. Sopoćko in feierlicher Prozession in die Basilika getragen. Nachdem der Aufstellung des Bildes wurde es mit Weihrauch inzensiert. Anschließend wurde das Evangelium von der Kreuzigung und der Öffnung der Seite Jesu verkündet, woran sich ein Begrüßungsgebet anschloss. Kaplan Kämpf begrüßte den barmherzigen Heiland mit folgendem Gebet:

HERR JESUS CHRISTUS, barmherziger HEILAND, mit großer Freude empfangen wir heute DEIN BILD, mit dem DU als der „König der Barmherzigkeit“ verehrt wirst. Es war DEIN innigster Wunsch, dass DEINE Dienerin, die hl. Sr. Faustyna, dieses Bild in Auftrag gab. Mit diesem Bild möchtest DU der Menschheit sagen: „Die Strahlen der Barmherzigkeit brennen Mich; Ich will sie über die Seelen der Menschen ergießen. O welchen Schmerz bereiten sie Mir, wenn sie die Annahme verweigern“ (TB (Tagebuch) 1074). DEINE Barmherzigkeit drängt DICH, sie treibt DICH an, den Menschen Versöhnung und Vergebung anzubieten; und wie sehnst DU DICH danach, dass die Menschheit sie annimmt! Hast DU nicht selbst gesagt, dass der größte Sünder das größte Anrecht auf DEINE Barmherzigkeit hat (vgl. TB 723)! HERR, wie groß ist DEINE Liebe zu uns schwachen Menschen, dass DU sagen kannst „Die Zahl der Vergebungen habe Ich nicht begrenzt“ (TB 1488)? DEINE Seite wurde am Kreuz geöffnet und bis heute fließt der Strom DEINER Barmherzigkeit. HERR, barmherziger HEILAND, DU bist der eigentliche HERR dieser Welt und dieser Gemeinde. Als Priester dieser Gemeinde erlaube ich DIR, DEINE HERRSCHAFT und DEINE BARMHERZIGKEIT hier und jetzt freizusetzen, damit das Antlitz dieser Gemeinde durch Glauben, Hoffnung und Liebe erneuert werden möge. Mit der hl. Sr. Faustyna, der Sekretärin DEINER Barmherzigkeit (vgl. TB 1605), heißen wir DICH willkommen. Stellvertretend für alle möchte ich mit ihr zu DIR rufen:


„Barmherzigstes Herz Jesu, sei gegrüßt,
Lebendige Quelle aller Gnaden.
Einzige Zufluchtsstätte, die uns schützt,
Du suchst uns mit Hoffnung zu laben.

Barmherzigstes Gottesherz, sei gegrüßt,
Unergründlicher Born der Liebe.
Für uns Sünder aus Dir Leben sprießt,
Dem Brunnen, der Wonne uns bietet.

Sei gegrüßt, Wunde in Jesu Herzen.
Du strahlst Erbarmen, stehst für uns offen.
Wir dürfen das Leben aus Dir schöpfen,
Und auf Deine Barmherzigkeit hoffen.

Sei mir gegrüßt, Herzensgüte des Herrn,
Niemals begriffen, niemals ergründet.
Wie eine Mutter bleibst Du uns nicht fern,
Erbarmend – stets in Liebe uns findend.

Lamm Gottes, Thron des Erbarmens, sei gegrüßt:
Für mich hast Du Dein Leben dargebracht.
Meine Seele neigt sich in Demut vor Dir
In tiefem Glauben – ob Tag oder Nacht.“ (TB 1321)

 

Nach dieser feierlichen Begrüßung wurde die Heilige Messe zu Ehren der göttlichen Barmherzigkeit gefeiert. In seiner liturgischen Eröffnung fand Kaplan Kämpf Worte großer und ergriffener Freude über die Aufstellung des Bildes in der hiesigen Basilika. In seiner Predigt hob er hervor, dass es letztlich eine Fügung für unsere Pfarrei sei, dass mit der Planung, das Bild in Fritzlar willkommen zu heißen, der Heilige Vater ein außerordentliches Jahr der Barmherzigkeit ausrief. Die Barmherzigkeit Gottes ist in Jesus sichtbar geworden, er ist das Antlitz der Barmherzigkeit, so Papst Franziskus (vgl. Misericordiae vultus, Nr. 1). Das Jahr der Barmherzigkeit und damit auch die gefügte Vorbereitung auf dieses Jahr in der Pfarrei Fritzlar durch den Besuch des Bildes des barmherzigen Heilandes, lädt dazu ein, sich von der Barmherzigkeit Gottes verwandeln zu lassen, um selbst Werkzeug der Barmherzigkeit sein zu können. Die Barmherzigkeit Gottes werde uns stets angeboten, da Gottes Vergebungen keine Grenzen gesetzt werden können, doch müssen sie vom Menschen durch Umkehr und Reue angenommen werden. Barmherzigkeit sei kein Automatismus, so Kaplan Kämpf. Das Angebot der Barmherzigkeit Gottes sei dabei zugleich ein Zeichen für die unendlich wartende Liebe Gottes, die stets das Maß der Sünde übersteige. Kaplan Kämpf griff dabei auf eine Aussage Jesu aus dem Tagebuch der hl. Sr. Fauysta zurück: „Je größer der Sünder, desto größer sein Anrecht auf meine Barmherzigkeit“ (TB 723). Diese Erkenntnis ließ die hl. Schwester voller Erstaunen ausrufen: „Himmel und Erde können sich verändern, doch Gottes Barmherzigkeit wird sich nicht erschöpfen“ (T 72). So wie die Barmherzigkeit Gottes in Jesus ein Gesicht bekommen habe, so soll die Barmherzigkeit Gottes auch durch uns im konkreten Leben ein Gesicht bekommen, betonte Kaplan Kämpf. Damit wies er auf die Forderung des Heiligen Vaters hin, dass der Primat der Barmherzigkeit zur Lebensregel für uns Christen werden müsse. Der Lebensstil der Christen soll durch geübte Barmherzigkeit durchdrungen sein, damit wir Werkzeuge der Barmherzigkeit Gottes in dieser Welt sein können (vgl. Misericordiae vultus, Nr. 13 und 20). Dahinter stehe letztlich die Forderung Jesu: „Lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer“ (Mt 9, 13) und „Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist“ (Lk 6, 36). So formulierte die hl. Sr. Faustyna ein Gebet, das uns Christen mehr und mehr diesen Lebensstil helfen soll zu verwirklichen. Sie bat den barmherzigen Heiland, dass er unsere Augen, Ohren, Zunge, Hände, Füße und unser Herz barmherzig werden lasse, so dass das gesamte christliche Tun Barmherzigkeit ausstrahle. Das Bild des barmherzigen Jesus sei dabei eine Hilfe, sich je neu der Barmherzigkeit Gottes bewusst zu sein; gleichzeitig erinnere es daran, selbst zu Werkzeugen der Barmherzigkeit zu werden. Das hl. Jahr, so der Heilige Vater, soll helfen, sich neu der Barmherzigkeit Gottes anzuvertrauen in der Gewissheit, dass seine Vergebungen sich auf das gesamte Leben der Gläubigen auswirke (vgl. Misericordiae vutlus, Nr. 22.).

 

Nach der Danksagung weihte Kaplan Kämpf die drei Pfarreien St. Peter, Fritzlar, St. Wigbert, Wabern und St. Bonifatius, Ungedanken der göttlichen Barmherzigkeit. Das Weihegebet orientierte sich an der Fassung des Weihegebetes, dass der hl. Papst Johannes Paul II. im Jahr 2002 in Krakau sprach:


GOTT, barmherziger VATER, der DU DEINE Liebe in DEINEM SOHN JESUS CHRISTUS offenbart und über uns ausgegossen hast im HEILIGEN GEIST, dem Tröster, DIR vertrauen wir heute die Geschicke der Pfarrgemeinden St. Peter, Fritzlar, St. Wigbert, Wabern und St. Bonifatius, Ungedanken und all der Menschen, die dort wohnen, an. Neige DICH zu uns Sündern herab, heile unsere Schwäche, besiege alles Böse, heile alle Wunden und Verletzungen der Vergangenheit und der Gegenwart, hilf, dass alle Menschen dieser Pfarreien, DEIN Erbarmen erfahren, und in DIR, dem dreieinigen GOTT, die Quelle der Hoffnung finden.


Ewiger VATER, um des schmerzvollen Leidens und Auferstehens DEINES SOHNES willen, habe Erbarmen mit uns, mit diesen Pfarreien und mit der ganzen Welt. DIR, dem allmächtigen und barmherzigen GOTT, dem VATER und dem SOHN und dem HEILIGEN GEIST sei Lobpreis und Ehre, Anbetung und Dank in alle Ewigkeit.

Im Anschluss an die Heilige Messe wurde eine kurze Andacht zu Ehren der göttlichen Barmherzigkeit gehalten. Nach dem eucharistischen Segen wurden das Bild und die Reliquien in feierlicher Prozession zur Überführung in die Krankenhauskapelle aus der Basilika getragen.

 
 

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