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Jahr des Glaubens 2012/2013 in Fritzlar --- Beitrag: Kaplan Jürgen Kämpf

11. Vortragsabend im JdGs: "Das christliche Menschenbild" - am 04. Juli 2013

Die Frage nach dem Menschen ist so alt wie der Mensch selbst. Der Mensch ist ein sich selbst aufgegebenes Wesen, d. h. er fragt nach sich selbst. Er fragt nach seinem „Woher“ und seinem „Wohin“. Ebenso fragt er nach dem „Wozu“ und „Für was“. Die Selbstreflexion des Menschen, die durch seinen Verstand, durch seine Vernunft, begründet ist, stellt einen wesentlichen Unterschied zu allen anderen Lebewesen dar. Die Philosophen sprechen daher vom Menschen als einem „animale rationale“ . Vernunft und Wille, Erkenntnis und Umsetzung des Erkannten, sind fundamentale Bausteine, die bei der Betrachtung des Menschenbildes nicht fehlen dürfen, will man adäquat über sein Wesen nachdenken.

Die Frage nach dem spezifisch christlichen Menschenbild geht noch einen Schritt weiter. Das christliche Menschenbild sieht im Menschen etwas von Gott hineingelegt, und zwar die Seele. Mit ihr legt der Schöpfergott, der seinen Lebensatem den Menschen einhauchte (Gen 2, 7), etwas von seiner Ewigkeit und Unbedingtheit in den Menschen hinein. Somit erhält der Mensch von Gott selbst her einen unendlichen Wert. Erst wenn dieser Wert des Menschen erkannt ist, findet die Frage nach seinem Handeln einen grundlegenden Ausgangspunkt. Zum christlichen Menschenbild gehört ebenso die Bedeutung der Einheit von Leib und Seele. Der Leib ist nicht etwas zum Menschen dazukommendes, sondern ein wesentlicher Bestandteil. Die Seele ist es, die den Leib formt (anima forma corporis). Dass der Leib und die Seele eine Einheit bilden, zeigt uns die Menschwerdung Gottes. Er nimmt ganz konkret „Fleisch“ an und wird auch mit diesem „Fleisch“ auferstehen. Im christlichen Menschenbild zeigt sich ein revolutionärer Wandel in der Betrachtung und Bewertung des Leibes. Während in der griechischen Antike der Leib als Gefängnis der Seele betrachtet wurde, wird im christlichen Menschenbild der Leib sogar als Tempel des Heiligen Geistes betrachtet. Der Leib und die Seele, sie machen den ganzen Menschen aus. Der vorliegende Vortrag kann nur als ein Einblick in die Thematik gelten und beansprucht keinesfalls eine Vollständigkeit. Die angeführten Gedanken mögen zum weiteren Nachdenken anregen. Denn „das Denken“, so Blaise Pascal, „ist die größte Eigenschaft des Menschen.“


 

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