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Gruppen & Vereine - Kolpingfamilie --- Beitrag und Bilder: Herr Rudolf Amert

Chronik der Kolpingfamilie Fritzlar 1906 - heute

Am Ende des Jahres 1905 trafen sich einige Fritzlarer Handwerksmeister und -gesellen mit dem damaligen Msgr. Dechant Dr. Jestädt, um mit ihm über die Gründung eines Katholischen Gesellenvereins zu sprechen.


Am 6. Januar 1906 wurde die Gründung umgesetzt.


Unter den Gründungsmitgliedern befanden sich: 


Ehrenalt-Senior Franz Geismar, der schon vorher Mitglied des deutschen Gesellenvereins war,

Hermann Möller,

Karl Bremmer,

Georg Erd,

Eduard Nennstiel,

Heinrich Wett und

Ludwig Waldschmidt.

Zwei Jahre später entstand eine Gesangsabteilung, die wesentlich zur Ausgestaltung der Familienabende beitrug.

 

Im Jahr 1909 wurde die Heilig-Geist-Kapelle auf Anregung des Dechanten und damaligen Präses Dr. Jestädt renoviert. Der Katholische Gesellenverein beteiligte sich und stiftete die Fenster. (Inschrift im Nordöstlichen Fenster)


1933 wurde der katholische Gesellenverein in „Kolpingfamilie“ umbenannt. Der Gründer dieses Vereins war der Sozialreformer Adolf Kolping.


Der Gesellenverein stand unter den Devisen :
-  Religion und Tugend,
-  Eintracht und Liebe,
-  Arbeitsamkeit und Fleiß,
-  Frohsinn und Scherz


Der Kolpingsohn sollte ein guter Christ, Vater, Meister und Staatsbürger sein. Mit diesem Ziel arbeitete der Gesellenverein in den ersten Jahren seines Bestehens und führte diese Forderungen bis zum heutigen Tag weiter. In den ersten Nachkriegsjahren arbeitete die Kolpingfamilie an der Verwirklichung des Wiener Manifestes von 1927, das sich für Familie, Demokratie und Völkerfrieden einsetzte.
Das 25jährige Stiftungsfest im Jahr 1927 und die damit verbundenen Auszeichnungen für den Verein bezeugten, dass sich die Kolpingfamilie eine beachtliche Stellung unter den kirchlichen Vereinen erworben hatte. Lebhaften Aufschwung hatte bis jetzt die Kolpingfamilie erhalten. In der schweren Zeit des Dritten Reiches wurde die Kolpingfamilie von Ehrensenior Johannes Rummelsberger, der von 1934 bis 1946 Senior war, geführt.

Am 10. Oktober 1940 wurde der Verein durch die Staatspolizei verboten, aber die Ideen Adolph Kolpings erloschen nie, sondern wurden immer weitergeführt.
Im Jahre 1946 erfuhr die Kolpingfamilie ihren Aufschwung unter der Leitung ihres Präses Domkapitular Heinrich Becker, der später Ehrenpräses und mit der Ehrennadel der Deutschen Kolpingfamilie ausgezeichnet wurde. Unter seinen Nachfolgern wurde sich in erster Linie mit Schulungen befasst.

Besondere Impulse und Unterstützung erhielt die Kolpingfamilie durch den Schneidermeister Gregor Diederich, der von 1918-1954 ununterbrochen als Altsenior tätig war und später zum Ehrenaltsenior ernannt wurde. 


Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Betreuung des „Hotel Nägel“ der Pfarrei St. Petri übertragen, bei der anschließenden Renovierung des Saales wurde die Decke mit Christus und Kolpingsymbolen, die Wände mit Zeichnungen des Kolpingdenkmales und der Minoritenkirche in Köln ausgemalt. Die Arbeiten wurden vom damaligen Kolpingbruder TheoWett durchgeführt.

 

Fritzlarer Kolpingsöhne beim

Kölner Kolpingtag 1948
Walter Kelber, Kurt Diederich,

Franz Geismar, Fritz Schreier,

Heinrich Becker ( vordere Reihe)


Heinrich Siebert, Hermann Pütz,

Franz Ludwig ( hintere Reihe)

 

Den wandernden Gesellen standen durch die Kolpingfamilie das frühere Jugendheim und später das Caritashaus, in dem am 12. Juni 1952 zwei Räume eingeweiht wurden, als Übernachtungs-möglichkeit zur Verfügung.


Lebhaften Beifall bei den Fritzlarer Bürgern fanden die Theateraufführungen mit ernstem und heiterem Charakter, die besonders in den Fünfziger Jahren durchgeführt wurden. Manche Aufführungen mussten mehrmals wiederholt werden, da sie sehr großen Anklang fanden.

 

Die Kolpingfamilie hielt es immer für ihre Pflicht, ihre Mitglieder zur aktiven Mitarbeit in allen Körperschaften des politischen, wirtschaftlichen, betrieblichen und religiösen Lebens zu erziehen.
Dies wurde besonders bei der Feier des 50. Stiftungsfestes im Sommer 1956 deutlich. Die Feier wurde in Verbindung mit dem Diözesan-Kolping-Tag begangen. Das Motto lautete damals „Auf Dich kommt es an“. Für viele der damaligen Mitglieder ein Erlebnis von besonderer Art.

Einen weiteren Aufschwung erlebte die Kolpingfamilie in den 60er Jahren mit dem damaligen Präses Kaplan Roland Knott und Senior Gerhard Kurek.

Familienfest an der Spicke (heutiger Festplatz)
Familienfest an der Spicke (Bürgermeister Emil Geismar und Schreinermeister Franz Ludwig )
 

Familienfeste wurden auf dem damaligen Sportplatz an der Eder (dem heutigen Festplatz) durchgeführt und es erfolgte die Gründung einer Jungkolpinggruppe in 1960.
Mit den blauen-weißen Samba-Bussen (VW-Bulli mit Panoramascheiben) erfolgten Ausflüge und Fahrten bis in die Schweiz nach Engelberg.

 

In 1962 erfolgte die Gründung der Kolpingnarren im „Hotel Nägel“.

Im Stiftssaal:


In der Stadthalle:

 

Der erste Präsident war Präses Roland Knott. Es wurden Karnevalistische Feiern mit Tanz angeboten, die aber auf Wunsch vieler Fritzlarer später als reine Büttenabende durchgeführt wurden.
Kolpingbruder Josef Gurk, der in den 60er und 70er Jahren Vorsitzender der Kolpingfamilie war, wurde nach der Versetzung von Präses Roland Knott, auch Präsident.
Für seine besonderen Verdienste wurde Josef Gurk mit Ehrenzeichen in Silber des Deutschen Kolpingwerkes ausgezeichnet.
Paul Faupel (Lockenpaul) leitete als erster Sitzungspräsident mit Witz und Humor die Büttenabende.
In den ersten Jahren wurden die Büttenabende im Stiftsaal (heute Domschatz), in der Kaiserpfalz und ab 1976 in der Stadthalle abgehalten.

Einige besondere Akteure waren Liesel Draude als „Stimmungs-Sängerin“, Paul Ludwig die „Große und kleine Politik“, Alfons Bischof als “ Straßenkehrer“ und der Katholische Bläserchor mit ihrem Dirigenten Karl Streit.

Nach Änderungen der Satzung und Organisation des Kolpingwerkes Köln in 2003, erfolgte einvernehmlich die Trennung mit den Mitgliedern der „Karnevalsgruppe“ in 2004.
Die von der Kolpingfamilie in 1962 gegründeten Sachgruppe Kolpingnarren FKN sind weiterhin Teil unserer Kolpingfamilie.

Im Jahr 1971 feierte die Kolpingfamile das 65-jährige Jubiläum in der Kaiserpfalz.

Seit 1973 wird die Hilfe für die Ärmsten der Armen durch die Aktion Brasilien der katholischen Kirchengemeinden und Verbände mit großem Engagement durchgeführt.






Im Jahre 2005 fand diese große Kleidersammlung unter dem Motto “Kamf gegen Armut“ und Umweltschutz zum ersten Mal zu vier unterschiedlichen Terminen statt. Jedes Jahr werden in allen Pfarreien des Bistums Fulda für die Ärmsten der Armen gesammelt. Der Erlös dieser Kleidersammlung dient den Bevölkerungsgruppen Brasiliens, besonders denen, die in Nord-Ost Brasilien,dem Armenhaus des Landes leben.

 

Besonders soll die Ausbildung und der Zugang junger Brasilianer zur Arbeitswelt gefördert werden. Die Ausbildungsförderung des Kolpingwerkes in Brasilien zielt darauf ab, ein Leben ohne fremde Hilfe führen zu können. Nur wenn es dauerhaft gelingt, den Menschen dort mit ihrer Arbeit eine eigene Zukunftsperspektive zu geben, können wir die Hoffnung haben, dass auch der Regenwald überlebt.

 

Durch die Gebrauchtkleidersammlung werden auch Arbeitsplätze gefördert, da das Sortieren der Altkleider auch heute noch in Handarbeit erfolgt.
Ganze 50% der Kleidung, die einer Wiederverwertung zugeführt werden, sind noch tragbar. Der Rest wird zu Putzlappen und Dämmstoffen der Industrie verarbeitet.
Durch die Wiederverwertung der meisten Gebrauchtkleider leistet die Aktion Brasilien somit auch einen aktiven Dienst zum Umweltschutz.


Ehrung von Mitgliedern:


Rudolf Kleinschmidt, August Möller,

Hermann Reinhard, Wilhelm Reinhard,

Franz Burchart,

Walter Schmitt,

Heinrich Wett ,

Josef Faupel.


 

Anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Kolpingfamilie Fritzlar in 1976 konnte der Generalpräses des Kolpingwerkes Msgr. Heinrich Festing begrüßt werden. In seiner Festpredigt und Festrede interpretierte er Adolph Kolping in die heutige Zeit.
Er wies darauf hin, dass die Ideen Adolph Kolpings noch genau so aktuell seien wie vor 100 Jahren.

Unser 75-jähriges Jubiläum feierten wir 1981 in Verbindung mit der Bezirksversammlung Nordhessen.
Der damalige Vorsitzende Adolf Hoffmann konnte hierzu alle Nordhessischen Kolpingfamilien begrüßen. Der ehemalige Präses unser Kolpingfamilie, Msgr. Roland Knott hielt die Festpredigt und Festansprache. Den Abschluss bildete ein Familien- und Kinderfest.

Am 24. Februar 1989 fand die zweite Diözesanversammlung des Kolpingwerkes des Bistums Fulda in Fritzlar statt. Als besonderen Gast konnte der damalige Vorsitzende Christian Sturm den Generalsekretär Hubert Tintelott aus Köln willkommen heißen.

Im Juni 2004 war die Kolpingjugend der Diözese zu Gast in Fritzlar.

Im August 2004 fand der Diözesan-Senioren-Tag unter dem Thema „ Auf den Spuren des Hl.Bonifatius und seinen Mitstreitern“ in Fritzlar statt. Der Vorsitzende der Kolpingfamilie Rudolf Amert konnte mehr als 180 Senioren hierzu begrüßen.

Im letzten Jahrzehnt zeichnete sich die Kolpingfamilie besonders auf den Gebieten der Jugendarbeit, Bildungsarbeit und der Hilfe für das Ausland aus. Besonders erwähnenswert sind die jährlichen Altkleidersammlungen „Aktion Brasilien“.

Am 20. August 2006 konnten wir unser 100-jähriges Jubiläum feiern.

 
 

Und wir beteiligten uns in den letzten Jahren bei den Pfarrfesten unserer Pfarrgemeinde.

Ehrung von  Alfons Langer für 50jährige Mitgliedschaft




Ehrung von Alfons Langer

für 50jährige Mitgliedschaft.

 

An religiösen Themen und Aktivitäten wurden Einkehrtage, der traditionelle Kreuzweg auf dem Büraberg in der Karwoche,

Wallfahrten nach Raßdorf und Köln,

die Gebetsnacht des Diözesanverbandes im März und der Weltgebetstag im Oktober jeden Jahres des Internationalen Kolpingwerkes durchgeführt.

 

Besondere Höhepunkte in der Chronik sind die Priesterweihen von zwei unserer Kolpingbrüder.
Elmar Gurk am 09. Juli 1978 und Reinhold Becker am 29. Juni 1986 im Hohen Dom zu Fulda.

Treu Kolping
Rudolf Amert
Vorsitzender

 

Festschrift "750 Jahre Fronleichnam in Fritzlar"

 

Parkmöglichkeiten an Fronleichnam

 

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